Der StadtSportVerband stellt folgende Mitteilung zum Rücktritt von Peter Schneider ins Netz:

Gestern bin ich von meinem Amt als Vorsitzender des StadtSportVerbandes Breckerfeld zurückgetreten. Ich hätte dies lieber in der für den 23.03.2020 geplanten Vorstandssitzung persönlich getan, diese musste aber wegen der Corona- Krise abgesagt werden, so dass ich meine Entscheidung auch mit Blick auf die Zeit bis zur Jahreshauptversammlung per E-Mail mitteilen musste. Es handelte sich nicht um eine spontane Entscheidung sondern um einen wohlüberlegten Entschluss, der über Wochen gereift ist.

Für meine Entscheidung spielte eine Vielzahl von Gründen eine Rolle. Der Hauptgrund war aber, dass keine Vertrauensbasis zwischen mir als Vorsitzendem des StadtSportVerbandes und einem Teil der Mitgliedsvereine gab. Aus meiner Sicht herrschte ständig ein Klima von Arroganz und Ignoranz. Dies kam dann besonders im Zusammenhang mit dem Programm ‚Moderne Sportstätte 2022‘ zutage. Getroffene Vereinbarungen, die auch noch auf Initiative des/r Mitgliedsvereine/s getroffen worden waren, wurden wenige Tage später über den Haufen geworfen und teilweise ins krasse Gegenteil verkehrt, obwohl sich an der Sachlage nichts geändert hatte. Die Begründung dafür war, dass die Entscheidungskompetenz beim SSV läge und nicht bei den Vereinen. Auf der anderen Seite war man stets darauf bedacht, aus der Deckung heraus Direktiven zu geben. Auf diese Art und Weise fehlten dann verlässliche Gesprächsgrundlagen in Besprechungen mit anderen Vereinen. 

Dazu kommt, dass offenbar mit Macht die Förderung eines Vereins verhindert werden soll. Dessen Ausloten der Möglichkeiten wird von anderen als ‚Klüngel und Demokratieverstoß‘ dargestellt, obwohl man selbst plant, aus den eigentlich dem Sport vorbehaltenen Fördermitteln aus dem Programm ‚Moderne Sportstätte 2022‘ gemeinsam mit der Stadt ein politisches Ziel in Form eines Bolzplatzes zu realisieren. Die subtilen Anstöße, in denen darauf hingewiesen wurde, dass es in Breckerfeld kaum darstellbar wäre, wenn der Tennisclub Breckerfeld gefördert würde und die Fördergelder dann in einer vereinseigenen Anlage in Ennepetal verbaut würden, kamen ausgerechnet von den an diesem Deal beteiligten Parteien. Ein solcher Deal muss auch nicht zwingend unter meiner Mitwirkung stattfinden.

Ich habe dem SSV knapp fünf Jahre vorgesessen. Ich habe das Amt gern inne gehabt und es auch gelebt, so dass ich mir die Entscheidung ganz sicher nicht leicht gemacht habe. Dem SSV Breckerfeld wünsche ich für die Zukunft alles Gute und gutes Gelingen.

Bei Anliegen wendet euch doch bitte zukünftig an Jürgen Hartmann und Gerd Nowak.Ich wünsche uns allen, dass wir gesund durch diese schwere Zeit kommen und verbleibe

Mit sportlichen Grüßen

Peter Schneider